Puhh - stattliche 45 kg Hund hüpfen aus dem Auto und kommen schwanzwedelnd auf mich zugelaufen. Für einen Labrador ist Bruno durchaus beeindruckend. Trotz der sonstigen Probleme die Bruno mit Höhen hat, erklimmt er das 1,10 m hohe Podest völlig ohne Probleme. Aber dann bleibt er wie angewurzelt auf dem Podest stehen und betrachtet die (für ihn wahrscheinlich winzige) Wasserfläche.
 

Millimeterweise nähert er sich dem Wasser, kommt aber nicht auf die Einstiegsrampe rauf. Erst eine Vielzahl an Leckerchen helfen weiter und er bewegt sich auf die Rampe zu. Knapp mit den Vorderpfoten im Wasser, verharrt er erneut und wartet erst einmal auf neue Leckerchen. Weder Bälle noch Quitschies können ihn dazu bewegen sich noch 1 cm weiterzubewegen. Wie zur Salzsäule erstarrt. Irgendwann ist er dann wieder runter vom Podest und das Ganze begann von vorne. Wieder stoppte er, kurz bevor seine Pfoten das Wasser berührte. Nach der dritten Wiederholung wurde Brunos Frauchen etwas ungeduldig, da Bruno so gar keine Anstalten der Mitarbeit zeigte. Also, erst mal ein bisschen toben und dann ein neuer Versuch. Ich war mittlerweile etwa 1 h im Wasser, die Kamera stets gezückt. Irgendwann dachte ich ein hämisches Grinsen in seinem Gesicht entdeckt zu haben, so als ob er genau wüsste dass mir gerade ziemlich kalt wurde. Nach 1h und 10 min. verlor Frauchen aber die Geduld und tat das einzig Richtige, sie machte es ihm vor uns stieg selber in den Pool (In weiser Voraussicht hatte sie sich Wechselwäsche mitgebracht). Bruno kam sofort ans Wasser, ließ sich erneut füttern und stand aber zumindest schon mal mt den vorderen Läufen im Wasser. Was soll ich sagen, er bewegte sich natürlich kein Stück weiter. Wenn 45 kg Muskelmasse gepaart mit einem Dickkopf nicht bewegt werden wollen, wird es schwierig.

Nach weiteren 20 min. waren die Leckerchen alle und ich wollte alles abbrechen. Frauchen war sehr enttäuscht, da sie doch so gerne ein Splashdogfoto von Bruno wollte. Aber auch ihr wurde es recht kühl, also verließen wir den Pool um uns abzutrocknen. Wir standen gerade draußen und ich wollte Frauchen trösten - Splash! Bruno wollte wohl sein Quitschie-Schweinchen retten und schwamm selig auf sein Spielzeug zu. Ich bin mir sicher in diesem Moment das hämische Grinsen in seinem Gesicht erneut gesehen zu haben. Gut dass wir uns noch nicht abgetrocknet hatten, alle wieder rein in den Pool. Zum Glück hatte Bruno mittlerweile richtig gefallen an dem Pool gefunden und so kamen doch noch einige richtig gute Fotos zustande.

Nach etwas 2 h kamen dann ein glückliches Frauchen, ein ziemlich ermüdeter Bruno und ein etwas unterkühlter Fotograf aus dem Pool. Aber das lauthalse Lachen beim Betrachten der Fotos hat uns für alles entschädigt.

SD ElBruno Blog