Barnie kam mit Herrchen und Frauchen an einem warmen und sehr sonnigen Tag zum Shooting. Beide waren ob der Tempraturen auch nur leicht bekleidet. Ich erwartete alle schon in meinem Wetsuite und mit gezückter Kamera, damit wir sofort loslegen konnten. Meine Hündin Mia ist immer recht konsterniert, wenn ich einfach mit einem fremden Hund zum Spielen in den Garten gehe und sie nicht mitdarf, um den anderen Hund nicht abzulenken. Das Heulkonzert, das sie zeitgleich mit dem Zuschlagen der Türe startete, begleitete uns dann auch das ganze Shooting über.

Sie probierte jede Tonlage um mich doch zu überzeugen, sie zu uns in den Garten zu holen, während wir uns miteinander bekannt machten. Wir waren sofort beim "du" und es war eine sehr angenehme Stimmung. Barnie spielte auch super mit, und ließ sich relativ schnell ins Wasser locken. Zunächst noch etwas reserviert, gewann er jedoch mehr und mehr Freude an der ganzen Sache und trabte jedesmal, wenn er den Ball ergattert hatte, zurück auf das Podest. Mit seinem mittellangen Fell nahm er jedoch jedesmal etwa 5 bis 7 Liter Wasser mit aus dem Becken, so dass das Podest nach kürzester Zeit vollkommen durchnässt war und ich ob der darunterliegenden Stromversorgung etwas in Sorge kam. Obwohl ich den gesamten Bereich um das Becken während des Shootings immer Stromlos schaltete, fühlte ich mich genötigt, lieber noch einmal zu kontrollieren. Eine große Plastikwanne mit Handtüchern war bereits überflutet, was mir schon einen gewissen Respekt ob der verlorengegangenen Wassermenge abzollte.

Aber noch beeindruckender empfand ich die Hartnäckigkeit mit der Barnie seinen heißgeliebten Tennisball beschützte. Damit nicht alles Wasser mit Barnie aus dem Becken spazieren geht, versuchte ich ihm bereits im Becken den Ball erneut abzunehmen, damit er noch eine Weile bei mir bleibt. Ich kann schon mal soviel sagen: "Nicht die beste Idee des Tages!" Ich hatte seinen Beschützerinstinkt dem Tennisball gegenüber deutlich unterschätzt und just in dem Moment, in dem ich dachte ich habe den Ball, schnappte er erneut zu -> Blauer Fleck am Knipsfinger ...

Aber wir sind ja flexibel und ich gewöhnte mir schnell mal eine neue Kamerahaltung an. Mittlerweile war Barnie aber mit den Gegebenheiten richtig warm geworden und er erwischte den Ball nahezu bei jedem Sprung. Somit entwickelte sich dann kurzzeitig eines neues Spiel - Fotograf vs. Barnie im Ballschnappen ...

Nachdem der dritte Finger dann auch einige Blessuren davon getragen hatte, überlegte ich kurz ob ich wohl auch mit der linken Hand fotografieren könnte, wenn ich die Kamera einfach auf den Kopf stelle. Aber dann kam die rettende Idee, ich bat einfach Herrchen und Frauchen Barnie den Ball zu entwenden, wenn dieser aufs Podest kommt. Zusammen mit meiner ganz am Anfang geäußerten Bitte, Barnie auf dem Podest zu halten und ihn nicht in den Schlamm zu entlassen, eine ziemliche Herausforderung! Herrchen und Frauchen standen rechts und links vom Podest und mussten Barnie irgendwie stoppen, damit er das Podest nicht verlässt und ihm den Ball abluchsen. Das Ganze etwa auf Kopfhöhe! Das erste was Barnie machte, nachdem er das Wasser verlassen hatte, war das was jeder Hund macht - er schüttelte sich die bereits oben angegebene Wassermenge aus dem Fell. Somit hatten dann alle Beteiligten an diesem Tag eine ziemlich ausgiebige Dusche bekommen (ich habe nach dem Shooting 140 L Wasser nachgefüllt).

Barnie hatte sichtlich gefallen an dem Shooting, Mia kam zum Schluß noch dazu und beide konnten noch ganz ausgelassen toben und die anschließende Sichtung der Bilder hat allen riesig Spaß gemacht.

An dieser Stelle auch noch einmal einen Riesendank an Barnies Frauchen, die anschließend noch ganz viel Werbung für mich gemacht hat und zu jedem weiteren Shooting mitgekommen ist! Das war echt Supi!

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